Aktionstrainings

Wir bieten Trainings für Neulinge und Erfahrene, für Einzelpersonen, die sich zu einer Aktion zusammenfinden wollen, sowie bestehende Bezugs- und Aktionsgruppen, die sich gemeinsam vorbereiten wollen.

Aktionstrainings können der Vorbereitung einer konkreten Aktion (Naziaufmarsch, Gipfelprotest, etc), aber auch als mobilisierender Teil einer Kampagne dienen.
Da in den Aktionstrainings grundlegendes Wissen und Fertigkeiten erarbeitet werden, die für unterschiedlichste Aktionen gebraucht werden können (Großdemos, Blockaden, Kleingruppenaktionen, etc.), eignen sich Aktionstrainings aber auch als praktischer Teil für theoretische Konferenzen.

Inhalte
Die Inhalte der Trainings richten sich nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden und dem Anlass. Wir nennen die einzelnen Bestandteile eines Trainings „Module“.
Grundlegende Inhalte der Trainings sind meistens:
– Motivationen und Ziele
– Umgang mit Befürchtungen und Ängsten
– Überlegungen zu Sozialem und Zivilem Ungehorsam
– Bezugsgruppen als soziale Basis von Aktionen
– Entscheidungsfindung in Bezugsgruppen und zwischen Bezugsgruppen (im Delegiertenplenum/SprecherInnen-Rat)
– Blockadetechniken
– einführende Rechtshilfe und Umgang mit Repression
hier findet ihr eine Liste mit Detailbeschreibungen einiger Module >>>

Die Trainings sind keine Lehrveranstaltung, bei der die Trainer*innen den Teilnehmenden „das richtige Verhalten in Aktionen beibringen”. Vielmehr geht es darum, dass sich die Teilnehmenden in einem geschützten Rahmen auf eine Aktion, die sie selbst durchführen wollen, vorbereiten können und über ihre Erfahrungen und Vorstellungen austauschen können.

Die Trainer*innen moderieren diesen Prozess und ermöglichen einen Erfahrungsaustausch durch Moderationstechniken, Übungen und Rollenspiele, die helfen können, die individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit zu erhöhen, Ängste abzubauen, auf bereits erprobtes aufzubauen und neues zu lernen.

Je nach Anlass, Ort und Inhalten können Trainings für kleinere Gruppen (mindestens 10 Personen ist sinnvoll) oder größere Gruppen (wir hatten schon Trainings für über 250 Personen) stattfinden. Die Dauer kann ebenfalls variieren, von 3,5-stündigen Kurztrainings bis zu intensiveren Tages- oder Mehrtages-Trainings.

Wenn gewünscht, können unsere Aktionstrainings auch ausschließlich für FLTI* (FrauenLebsenTrans*Inter und alle weiteren nicht-binären Geschlechteridentitäten) gegeben werden. Benennt einfach bei der Anfrage, was ihr euch vorstellt.

Wenn Bedarf für ein Training besteht, soll die Durchführung nicht am Geld scheitern. Fahrtkosten sollten üblicherweise gezahlt werden, von größeren Organisationen und Initiativen nehmen wir gerne auch Honorare – über die Höhe kann jeweils gesprochen werden. Wir finden Sätze von 250€ für ein 3,5 Stunden Training und 500€ für ein Tagestraining eine gute Richtlinie.
Zur Frage von Honoraren für Trainings richten orientieren wir uns an der Argumentation der stuhlkreis_revolte.

Wenn Ihr Trainings veranstalten möchtet könnt Ihr uns über skillsforaction@immerda.ch erreichen.

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Module

Ziviler Ungehorsam: Was bedeutet der Begriff Ziviler Ungehorsam? Was bedeutet er für uns im Workshop? Welche Rolle spielt Ziviler Ungehorsam in unseren Aktionen.

Bezugsgruppen: Allein machen sie dich ein! Was hat es mit Bezugsgruppen auf sich? Welche Aufgaben gibt es in einer Bezugsgruppe? Was für Probleme kann es geben? Wie kann eine Bezugsgruppe hilfreich sein?

Entscheidungsfindung: Bei der Aktion, vor der Aktion, in eurer Gruppe oder im Projekt: ständig müssen Entscheidungen gefällt werden. Mal hat man für Entscheidungen mehr Zeit und mal weniger. Manchmal muss man die Entscheidungen nur zu zweit treffen, manchmal aber auch mit 100 Menschen. In diesem Modul werden Möglichkeiten und Techniken vorgestellt, um die Entscheidungsfindung zu erleichtern.

Konsens: Muss man so lange diskutieren, bis alle einer Meinung sind? Was bedeutet im Konsens entscheiden? Und wie findet man einen Konsens? Was für Methoden gibt es?

Blockadetechniken: Hier werden verschiedene Möglichkeiten von Blockaden geübt, in großen und kleinen Gruppen.

Antirepression und Rechtshilfe: Ein kurze Einführung in die Basics rund um rechtliche Fragen bei Aktionen. Was ist vor, nach und während der Aktion zu beachten. Das Modul ersetzt allerdings keine rechtliche Beratung.

Moderation von Delegierten-Plenum/Sprecher*innenrat: Alle finden sich auf einer Aktion oder z.B. im Camp zusammen: Doch wie moderiert man so ein Deli-Plenum/SprecherInnenrat? Wie gelingt es auch in stressigen Situationen, ein gutes Plenum hinzubekommen?

Umgang mit Anwohner*innen /Angestellten bei Blockaden: Hier geht es um Übungen und Möglichkeiten, vor und während der Aktion mit AnwohnerInnen oder Angestellten zu kommunizieren.

Umgang mit Presse: Was antworte ich auf die Frage von Journalist*innen? Will ich überhaupt antworten? Was muss ich beim Umgang mit der Presse beachten?

Umgang mit Ängsten, Extremsituationen, Panik: Bei vielen Aktionen kommt es zu unschönen Situationen, wie gewalttätige Auseinandersetzungen, Diskriminierung, Platzangst, etc. In diesem Workshop geht es vor allem um unsere Ängste und wie wir damit umgehen und sie eventuell überwinden können. Auch die Aufarbeitung von Ängsten während einer Aktion ist hier Thema.

Umgang mit Polizeigewalt: Hier geht es um Möglichkeiten für die Aufarbeitung von Erfahrungen mit Polizeigewalt, aber auch um Strategien Polizeigewalt zu entgehen, soweit möglich.

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